#4: Es war einmal…

Es war einmal: eine Release Party.

Da wurden Keyboardhocker, Cakepops und Merchandisekasse vergessen, bestellte T-Shirts erst am gleichen Tag kurz vorher abgeholt, ein Auto gab den Geist auf und es musste ein Ersatzwagen her; die Soundcheckzeiten konnten nur unter heftigem Stress (trotzdem nicht) eingehalten werden und zu guter Letzt waren (auf einmal) auch noch die In Ear Sender Batterien leer…20 Sekunden bevor es auf die Bühne ging, während laufendem Intro…

Ein Miracle eigentlich, dass unsere Release Party, die jetzt übrigens EIN Jahr her ist (28.01.2017), im Endeffekt ein nicht nur musikalisch fulminantes Feuerwerk wurde – ein wundervoller Abend mit geiler Stimmung, wild tanzendem Publikum und verheißenden türkisen Tiger Shots am Eingang. An dieser Stelle: TAUSEND DANK an Euch da draußen! Ihr habt den Abend unvergesslich gemacht und unserem ersten EP Release hoheitliche Ehre erwiesen.

Aber nochmal ein Stück zurück… VOR den Tag der Tage. Vor dem 28.Januar 2017 wurde nämlich ordentlich geprobt und das alles während ich – Eva – mitten im nervenaufreibenden Abschluss an der Folkwang Universität der Künste steckte. Wie vielleicht nicht alle wissen, ist dieser Abschluss ein zeitlich extrem einnehmender Diskurs und er lässt eigentlich keinen Platz für irgendetwas anderes – nunja, da war aber die Releaseparty.

Und dieser Tag war für uns alle etwas Besonderes.

Felix übernahm das Plakat Design – damit wurde dann Köln Ehrenfeld tapeziert, Jan gurkte regelmäßig nach Essen Werden um mit unseren Backgroundgirls zu proben, Jens gab die Cake Pops bei unserer special Tigerbäckerei in Auftrag und Simon und ich übten. Er Stick Tricks und ich Abschlusss- und Slik Tiger Songs parallel. Kurz vor dem 28.01.2017 gab es dann zwei intensive Probentage. Wir waren ready! Ready to release!

Jedoch entschied Simons Auto am Tag der Generalprobe, uns im Stich zu lassen, einfach so.

Die bestellten T-Shirts waren ebenfalls noch nicht da. Aber die Poster kamen wenigstens einen Tag vorher an – immerhin. Aber was nun? Wie ein Schlagzeug ohne Auto nach Köln transportieren?

Und dann war es soweit: Der Tag der Tage brach an.

Dezent gestresst mieteten die Jungs (an einem) SONNTAG MORGEN per Notfalldienst einen Ersatzwagen für Simon, rasten nach Köln. Im Stress vergaß Jens das Wichtigste: die Cake Pops! Jan vergaß zeitgleich seinen Keyboardhocker – warum, ist uns allen ein Rätsel (worauf wollte er sitzen?), egal, und die Merchkasse – auch doof. Also mussten speziell beauftragte Familienangehörige kontaktiert werden, die sollten die vergessenen Utensilien später mitbringen. Wir mussten ja zum Soundcheck. Der war aber schon bei unserer Ankunft im »Underground« völlig im Verzug und es wurde immer enger bis zum Einlass.

Ach ja – und die T-Shirts mussten ja auch noch abgeholt werden – das übernahm Felix, sein Auto war ja noch in Takt. Gottseidank. Vor Ort bauten wir parallel zum Soundcheck hastig den Merchandise Stand auf mit unserer niegelnagelneuen EP im Schneetigerlook, Stickern, Shirts, Jutebeuteln,und den speziell für den Anlass gebrauten Welcome Tiger Shots (türkis). Dann kamen auch schon die ersten Gäste…

Wir verzogen uns in den fancy Backstage Bereich und kurz vor unserer Stagetime hieß es wie immer: »One two three Slik Tiger in the House yo!« … das Intro lief… Auf einmal bemerkte ich, dass meine Batterie vom Sender leer war (und sie war vorher voll!)… ich bekam Stress. Ich packte Jens und versuchte ihm in meiner Panik verständlich zu machen, was mir soeben passiert war. Er gab mir kurzerhand seine Batterien und sprang auf die Bühne. Mein Herz war auf 180… schnell wechselte ich die Batterien, viel Zeit war ja nicht… dann betrat ich die Bühne … was mich dort erwarten sollte, war großartig…

 

Kleine Anekdote: Jens erwähnte die »Batterie Situation« während der Show und kurze Zeit später lagen drei 9 V Batterien vor ihm. There are nice people in this world.

_Eva_